Diplomanerkennung

Die Mobilität von Berufstätigen hat in der heutigen Arbeitswelt einen hohen Stellenwert. Dabei spielt auch die Anerkennung von Diplomen eine wichtige Rolle. Im Rahmen des Personenfreizügigkeitsabkommens arbeitet die Schweiz eng mit der EU zusammen und nimmt am europäischen System der Diplomanerkennung teil. 

Für gewisse Berufe gelten in der Schweiz besondere Bedingungen, insbesondere was die Qualifikation betrifft (reglementierte Berufe). EU-/EFTA-Bürgerinnen und Bürger, die ihren Beruf in der Schweiz ausüben möchten, müssen deshalb ihre Qualifikationen bei der zuständigen Schweizer Behörde anerkennen lassen.

Die Berufe, die nur von Inhaberinnen und Inhabern bestimmter Berufsqualifikationen ausgeübt werden dürfen, sind von Land zu Land verschieden. Für die Anerkennung von Qualifikationen sind mehrere Behörden zuständig. Je nach Berufsabschluss sind der zuständigen Behörde andere Unterlagen einzureichen. Der Entscheid über die Anerkennung fällt grundsätzlich innerhalb von drei Monaten. Je nachdem müssen Berufstätige noch eine Eignungsprüfung oder einen Anpassungslehrgang absolvieren, wenn ihre Ausbildung wesentlich von der Ausbildung in der Schweiz abweicht.

Für EU-/EFTA-Bürgerinnen und Bürger, die zur Erbringung einer Dienstleistung in der Schweiz arbeiten möchten, gilt ein beschleunigtes Verfahren (Titel II der Richtlinie 2005/36/EG). Dazu braucht es eine Meldung vor der Aufnahme der Tätigkeit.

Wenn der Beruf nicht reglementiert ist, braucht es zu dessen Ausübung keine Anerkennung des ausländischen Diploms oder Abschlusses. Beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) kann aber eine Niveaubestätigung oder die Anerkennung der Gleichwertigkeit des Diploms beantragt werden.

Dokumente

nach oben Letzte Änderung 03.12.2018

Kontakt

Kontakt / Rückfragen

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI
Effingerstrasse 27
3003 Bern
T
+41 58 462 28 26
Kontakt